Franz Mauer wurde im Jahre 1912 geboren und verstarb im Jahre 1988. Aus einer Lehrerfamilie stammend ergriff er später selbst diesen Beruf und verfasste in seinen letzten Lebensjahren seine Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend. Der Autor wurde in Sinzig geboren, verzog mir seiner Familie später von dort nach Wipperfürth und verbrachte anschließend den größten Teil seiner Lebensjahre in Warden.
Der überwiegende Teil seiner Erinnerungen betrifft seine Zeit in Warden. Dabei gibt er einen umfassenden Überblick in das Dorfleben seiner neuen Heimat. Eine Vielzahl von Personen dort nennt er mit Namen, benennt und beschreibt dortige Gewerbebetriebe, Geschäfte, Straßen, Gebäude und Ereignisse während dieser Zeit. Bedeutsam sind dessen Erinnerungen an seine Schuljahre in Warden, wo er mit den Mitschülern und Mitschülerinnen den Schulunterricht in einer mehrklassigen Schule, die im Obergeschoß der Jakobuskapelle untergebracht war, erlebte. Die Zeit der Kriegsjahre des ersten Weltkriegs hat er als Kind erlebt und hat folglich dazu kaum etwas zu berichten. Seine Erinnerungen an die Zeit des 2. Weltkriegs und die der Nachkriegszeit finden in seinen Erinnerungen keine Wiedergabe.
Erst als Pensionär gibt er wieder Einblicke in die Zeit nach seinem aktiven Berufsleben. So schildert er zum Beispiel seine Empfindungen beim Anblick der Autobahn Aachen-Düsseldorf und die Zeit der Expansion des Tagebaues, nicht ohne an die für immer verschwundenen Orte, Gärten, Felder und Wiesen zu erinnern.
Eine lesenswerte Beschreibung eines Zeitzeugen zur Zeit vor nunmehr über 100 Jahren des Alltags im Ort Warden und Hoengen.