Eine CD mit der Darstellung der Geschichte Alsdorf anhand von zehn Urkunden, Karten und Fotografien von Wappen
Darin aufgeführt und wie folgt deren Bedeutung beschrieben:
Urkunde von 1191
Die Urkunde der ältesten/ bisher entdeckten Belegs für Alsdorf. Hier wird der Streit zwischen dem Kölner Stift St. Severin und dem Ritter von Broich über den Zehnten der Kirche von Bardenberg geschlichtet. Zweimal wird ein Weg nach Alsdorf als Grenze der jeweiligen Besitzungen/Lehen genannt. Auch Kellersberg wird erwähnt.
Ablaßurkunde von 1295
Diese Ablaßurkunde ist für die Kirche des hl. St. Castor in Alsdorf bestimmt. Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte der römischen Kurie haben sie ausgestellt. Die Finanzierung des Kirchenbaues soll unterstützt werden. Gemeint ist die älteste (bekannte) Kirche in Alsdorf auf dem alten Friedhof an der Mariensäule. Ihr Grundriß ist nachgezeichnet
Urkunde von 1624
Die von S. Sanson geschaffene Karte des Herzogthums Limburg ist in Paris gedruckt. Die Kartographie hat Fortschritte gemacht, ist aber von wissenschaftlicher Genauigkeit noch weit entfernt.Die Karte zeigt aber richtig die beiden Vorsprünge des Herzogthums Limburg in das umgebende Gebiet des Herzogthums Jülich. Alsdorf ist richtig in die östliche Spitze des südlichen Vorsprungs platziert.
Gebietskarte von 1624
Auch diese Karte des Herzogthums Jülich ist von S. Sanson geschaffen und in Paris gedruckt. Sie gehört zweifellos zu demselben Atlas wie die Limburg-Karte. Sie zeigt die östlich an Limburg anschließenden Gebiete. Zu ihnen gehören die heutigen Stadtteile Hoengen, Bettendorf und Warden. Die heutigen Straßennamen "Scheidfuhr" und "Grenzweg" bezeichnen historische Grenzen.
Gebietskarte von 1624
Diese Karte des Herzogthums Limburg entstammt derselben Zeit wie die beiden von 1624. Sie ist aber nicht datiert. Entstanden ist sie in Amsterdam und gezeichnet von Egidius Martini. Sie ist deutlich ungenauer als die Arbeiten von Sanson. Sie faßt die beiden Vorsprünge zu einem zusammen und verzeichnet Alsdorf auf Jülicher Gebiet.
Ferraris-Karte von 1771-1778
In diesem Zeitraum wurden auf Veranlassung des Grafen von Ferraris die Österreichischen Niederlande durch Militärgeographen kartographiert (daher Ferraris-Karte). Limburg gehörte zu den Österreichischen Niederlanden. Kaiserin Maria-Theresia war auch Landesherrin. Die Karte zeigt das damalige Alsdorf bereits in allen Einzelheiten. Nach wie vor ist es der östlichste Zipfel Limburgs, der in das umgebende Jülicher Land ragt. Außer Alsdorf sind Zopp, Kellersberg und Ottenfeld verzeichnet.
Kartenblätter von 1805 Nr. 76 und Nr. 77
Die beiden Blätter (Nr. 76 Herzogenrath und Nr. 77 Aldenhoven) gehören zu demselben Kartenwerk. Es ist durch den französischen Oberst Tranchot begonnen und nach der Übernahme des Rheinlandes durch Preußen von General von Müffling und seinen Mitarbeitern bis 1820 vollendet worden. Unter der Leitung Tranchots zeichneten für die Blätter Nr. 76 und Nr. 77 der Ing. Geograph 1. Klasse Charier verantwortlich. Diese Kartenwerk beruht auf der Triangulation. Es wurden ein Grunddeck nach Längen und Winkeln genauestens vermessen. Dieses Grunddreieck hat die Eckpunkte Tranchot-Säule (Obelisk) auf dem Lousberg, den Kirchturm von Erkelenz und dem Kirchturm von Sittard. Alle weiteren Einmessungen beruhen auf diesem Grunddreieck.
Wappen der Gemeinde Hoengen
1958 erhielt die damals selbstständige Gemeinde Hoengen zum zweiten mal nach 1932 ein eigenes Wappen. Ein silberner Löwe schreitet im blauen Feld über zwei kleine Wappen. Es ist der Jülicher Löwe, da Hoengen zu Jülich gehörte. Auch Warden war eine zweigeteilte Jülicher Unterherrschaft. Die Herren von Collenbach (für den dahlenbroichischen Anteil) führten das linke; die Freiherren von Fürth (für den mylendonkischen Anteil) das rechte der beiden kleineren Wappen.
Wappen der Gemeinde Bettendorf
1963 genehmigte die Landesregierung von NRW das Bettendorfer Wappen. Es zeigt drei schwarze Balken auf goldenem Grund (Es ist das Wappen des Herrn von Palland - Johann von Palland war Gerichtsherr der Herrlichkeit Laurenzberg; das Gericht hatte seinen Sitz in Bettendorf). Darüber eine Hirtenschaufel mit rotem Stil. Der Hirtenstab ist das Attribut des hl. Wendelinus des Patrons der ehemaligen Kapelle und der heutigen Kirche.