Zur Person aus dem Nachruf verschiedener naturkundlicher Organisationen zum Tod des Gehard Moll (*27.04.1913 +02.09.2006) deren Mitglied er war.
"... Wir trauern um unseren Ehrenvorsitzenden und unser Ehrenmitglied Gerhard Moll, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Inhaber des Alfred-Steeger-Preises, Inhaber des Rheinlandtalers des Landschaftsverbandes Rheinland und Träger der Goldenen Ehrenadel des Naturschutzbundes.
Er verstarb am 02.09.2006 in Alsdorf im Alter von 93 Jahren.
Gerhard Moll war der Nestor und Mentor der Naturschützer und der Ornithologen in und um Aachen. Er war Vorsitzender des Ornithologischen Vereins von 1961-1993 und Gründungsvorsitzender der Kreisgruppe Aachen-Düren des Bundes für Vogelschutz im Jahr 1976, aus dem später der Stadtverband Aachen und die Kreisverbände Aachen und Düren des Naturschutzbundes Deutschland hervorgingen.
Nach seiner Pensionierung vom Schuldienst 1975 war Gerhard Moll noch viele Jahre ehrenamtlicher Lehrbeauftragter für das Fach Didaktik der "Biologie" an der Pädagogischen Und später an der RWTH Aachen. Viele seiner Schüler und Studenten sind später als Lehrer oder in anderen Berufen der Biologie und der Vogelkunde treu geblieben und haben sich im Naturschutz engagiert
Gerhard Moll hat Zeit seines Lebens alle vogel- und naturkundlichen Beobachtungen sorgfältig aufgezeichnet und in zahlreichen Zeitungsartikeln über die Vogelwelt seines Heimatkreises berichtet. Seine Beobachtungen und die seiner Mitstreiter waren oft die Grundlage, um die Schutzwürdigkeit wertvoller Biotope zu dokumentieren und geplante Landschaftseingriffe sachgerecht zu beurteilen. Sie haben in vielen, leider nicht allen Fällen bewirkt, daß unnötige Eingriffe verhindert oder zumindest gemildert werden konnten. Bei allem entschiedenen Einsatz für die Belange des Naturschutzes hat Gerhard Moll immer persönlich Fairness walten lassen und auch das Recht und die Ansicht der Gegenseite geachtet. Diese Haltung hat ihm bei Verhandlungen den Respekt und die Achtung der Gegenseite der Behördenvertreter eingetragen, so daß sein Rat immer gefragt war.
Wir wollen in seinem Sinne weiter wirke. ....."