{"id":17,"date":"2015-01-31T14:59:19","date_gmt":"2015-01-31T14:59:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/?p=17"},"modified":"2016-12-06T17:34:35","modified_gmt":"2016-12-06T17:34:35","slug":"aus-der-geschichte-alsdorfs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/?p=17","title":{"rendered":"Aus der Geschichte Alsdorfs"},"content":{"rendered":"<p>Von Rudolf Bast<\/p>\n<p>Die heutige Stadt Alsdorf ist ein sehr komplexes Gebilde aus recht unterschiedlichen Bestandteilen. Einerseits lag ein Teil der heutigen Stadt auf dem Gebiet des Herzogtums Limburg (sp\u00e4ter vereint mit Brabant als Ergebnis der Schlacht von Worringen im Jahre 1288), ein anderer auf dem Gebiet des Herzogtums J\u00fclich. Andererseits besteht Alsdorf aus alten Siedlungskernen, die in ihrer Geschichte ins Mittelalter zur\u00fcckreichen, und aus Siedlungen, die entstanden sind, weil es in Alsdorf fast 150 Jahre lang (von 1848 bis 1993) Steinkohlenbergbau gab.<\/p>\n<p>Die alten Siedlungskerne sind: Alsdorf, Bettendorf, Hoengen, Ofden, Schaufenberg, Warden und Zopp. Dazu kommen kleine Weiler und Einzelgeh\u00f6fte: der Blumenrather Hof, Duffesheide, das Schloss Kellersberg, Ottenfeld und Schleibach. Bis auf Alsdorf und Zopp lagen alle anderen alten Ortsteile auf J\u00fclicher Gebiet. Die \u201esprechenden\u201c Stra\u00dfennamen \u201eGrenzweg\u201c und \u201eScheidfuhr\u201c (Scheidefurche) markieren noch heute den Verlauf der alten territorialen Grenze.<\/p>\n<p>Das namensgebende Alsdorf wird im Jahre 1191 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Es d\u00fcrfte aber um einiges \u00e4lter als 800 Jahre sein. Die Bewohner Alsdorfs und der anderen D\u00f6rfer, Weiler und Geh\u00f6fte lebten von der Landwirtschaft, wie es vor der Industriellen Revolution die Regel war. In Alsdorf ist au\u00dferdem Samtweberei, in Hoengen Leinenweberei nachgewiesen.<\/p>\n<p>Trotz seiner geringen Gr\u00f6\u00dfe hatte Alsdorf als Freie Herrlichkeit eine besondere Rechtsstellung. Der Herr von Alsdorf stellte seinen Besitz (also das alte Alsdorf und Zopp) dem Herzog von Limburg (sp\u00e4ter Brabant) zur Verf\u00fcgung und erhielt es als sogenanntes Offenhauslehen zur\u00fcck. Die Bindung an den Landesherrn war recht locker und mehr oder weniger formalrechtlicher Art. So blieben dem jeweiligen Herrn von Alsdorf Gerichtsbarkeit und Steuern uneingeschr\u00e4nkt erhalten. Vier adlige Familien als Besitzer von Burg und Dorf Alsdorf sind nachgewiesen, und zwar:\u00a0 von Lovenberg, von Hoemen, von Harff und von Blanckart.<\/p>\n<div id=\"attachment_18\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/01-burg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18\" class=\"size-full wp-image-18\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/01-burg.jpg\" alt=\"Burg Alsdorf\" width=\"350\" height=\"280\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18\" class=\"wp-caption-text\">Burg Alsdorf noch mit Teilen der Wirtschaftsgeb\u00e4ude in einer \u00e4lteren Aufnahme<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_19\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/02-burg_heute.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19\" class=\"size-full wp-image-19\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/02-burg_heute.jpg\" alt=\"Burg Alsdorf heute\" width=\"350\" height=\"233\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19\" class=\"wp-caption-text\">Burg Alsdorf in ihrem heutigen Erscheinungsbild (Foto: Hubert Sch\u00f6ke)<\/p><\/div>\n<p>Die Familie von Blanckart baute die Burg zu einer dreifl\u00fcgeligen Schlossanlage um. So lautet der Eintrag in alten Karten gelegentlich \u201eSlot Alstorp\u201c. Zwei Fl\u00fcgel der Schlossanlage mit dem m\u00e4chtigen Rundturm sind erhalten geblieben. Die Bezeichnung \u201eBurg\u201c wird aber nach wie vor verwendet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die J\u00fclicher Ortsteile stets in diesem Herzogtum verblieben, hatte Alsdorf eine wechselvollere Geschichte.\u00a0 Mit Brabant\/Limburg wurde es Teil Burgunds (1430) und fiel 1482 an die Habsburger. Bei der Habsburgischen Erbteilung (1555) fiel es an die Spanischen Habsburger als Teil der Spanischen Niederlande. Nach dem Spanischen Erbfolgekrieg ging es in den Besitz der \u00d6sterreichischen Habsburger \u00fcber (1714). Unter deren Herrschaft verblieb es bis zum Einmarsch der Franzosen. 1796 werden die \u00d6sterreichischen Niederlande, 1801\/02 das J\u00fclicher Herzogtum der franz\u00f6sischen Republik staatsrechtlich einverleibt. Seit diesem Zeitpunkt geh\u00f6ren alle Alsdorfer Ortsteile einem Staatsverband an. Aus dieser Zeit haben sich in der Alsdorfer Mundart zahlreiche Worte erhalten, die der franz\u00f6sischen Sprache entnommen sind.<\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische Herrschaft blieb Episode, die Zugeh\u00f6rigkeit zu einem Staat, einem Rechtsraum, einer Verwaltung aber nicht. Der Wiener Kongress \u00e4nderte in unserem Raum die Staatsgrenzen. Alsdorf (zusammen mit Herzogenrath, Merkstein und \u00dcbach) fiel nun, wie das \u00fcbrige Rheinland, an Preu\u00dfen. Alsdorf und Hoengen waren preu\u00dfische Landgemeinden im Kreis Aachen, Schaufenberg und Bettendorf geh\u00f6rten als Teile der Gemeinde Siersdorf zum Kreis J\u00fclich. Sitz des zust\u00e4ndigen Regierungspr\u00e4sidiums (bis 1972) wurde Aachen.<\/p>\n<p>Bei der Neuordnung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Preu\u00dfen zerschlagen. Seine westlichen Provinzen wurden zum Land Nordrhein-Westfalen, dem die heutige Stadt Alsdorf\u00a0 nach wie vor angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb die agrarische Struktur erhalten. Nur Alsdorf (etwa 1.200) und Hoengen (etwa 1.400) hatten mehr als 1.000 Einwohner. Mehr Menschen konnten auf landwirtschaftlicher Basis nicht ern\u00e4hrt werden. Insgesamt lebten auf dem Gebiet des heutigen Alsdorf knapp 4.000 Menschen.<\/p>\n<div id=\"attachment_22\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/05-karte_1870.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-22\" class=\"size-full wp-image-22\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/05-karte_1870.jpg\" alt=\"Karte Alsdorf ca. 1805\" width=\"350\" height=\"280\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-22\" class=\"wp-caption-text\">Karte Alsdorf ca. 1805<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_21\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/04-karte_heugen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-21\" class=\"size-full wp-image-21\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/04-karte_heugen.jpg\" alt=\"Karte Hoengen ca. 1805\" width=\"350\" height=\"280\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-21\" class=\"wp-caption-text\">Karte Hoengen ca. 1805<\/p><\/div>\n<p>Die beiden Ausschnitte aus der Tranchot-Karte von ca. 1805, die die franz\u00f6sische Verwaltung anfertigen lie\u00df, zeigen die damals vorhandenen Ortsteile der heutigen Stadt Alsdorf.<\/p>\n<p>Heute ist die Einwohnerzahl mehr als zehn Mal so gro\u00df. Das ist Folge des Bergbaus, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Alsdorf kam. 1849 wird auf der Hoengener Grube Maria, 1853 auf der Alsdorfer Grube Anna die erste Steinkohle gef\u00f6rdert. Nun begann ein zuerst langsames, dann immer schnelleres Wachstum der Bev\u00f6lkerung, das bis etwa 1960 anhielt und dann durch die sogenannte Kohlenkrise zum Stillstand kam.<\/p>\n<div id=\"attachment_20\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/03-karte_18XX.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20\" class=\"size-full wp-image-20\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/03-karte_18XX.jpg\" alt=\"Karte Alsdorf ca. 1870\" width=\"350\" height=\"280\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20\" class=\"wp-caption-text\">Karte Alsdorf ca. 1870<\/p><\/div>\n<p>Der Bergbau brauchte viele Arbeitskr\u00e4fte. Zun\u00e4chst kann er sie aus den D\u00f6rfern selbst gewinnen; denn es gibt einen hohen Geburten\u00fcberschuss, und die Menschen, die die Landwirtschaft nicht aufnehmen konnte, finden nun vor Ort Arbeit und Brot. Bald aber reicht die Zahl nicht mehr, und es kommt zu Zuwanderung. F\u00fcr diese Neub\u00fcrger muss Wohnraum geschaffen werden, und diese Aufgabe wird von den Bergbautreibenden sehr ernst genommen. Denn um f\u00fcr den schweren und gef\u00e4hrlichen Beruf des Bergmanns Bewerber zu finden, muss man ihnen gute Bedingungen bieten. Dazu geh\u00f6rt eine angemessene Wohnung.\u00a0 So entstehen zwischen 1860 und 1960 zahlreiche gr\u00f6\u00dfere und kleinere Siedlungen, in denen die Bergleute mit ihren Familien eine Heimat finden. Es sind dies: Begau, Blumenrath, die Broicher Siedlung, die Siedlung Busch, Kellersberg, Mariadorf, Neuweiler, die Siedlung Ofden, die Siedlung Ost und die Siedlung Zopp.<\/p>\n<div id=\"attachment_23\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/06-erstes_bild_anna.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-23\" class=\"size-full wp-image-23\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/06-erstes_bild_anna.jpg\" alt=\"Erstes Foto der Grube Anna\" width=\"350\" height=\"280\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-23\" class=\"wp-caption-text\">Erstes Foto der Grube Anna<\/p><\/div>\n<p>Die Einwohnerzahlen steigen immer weiter an. Immer mehr Fl\u00e4chen zwischen den alten Siedlungskernen werden bebaut. Au\u00dferdem entstehen Siedlungen auf Fl\u00e4chen, die urspr\u00fcnglich weder zu Alsdorf noch zu Hoengen geh\u00f6rten. Dabei hat Hoengen anfangs die dynamischere Entwicklung zu verzeichnen, wird aber im 20. Jahrhundert von Alsdorf \u00fcberholt.<\/p>\n<p>Wie gef\u00e4hrlich der Beruf des Bergmanns ist, zeigt das gro\u00dfe Ungl\u00fcck vom 21. Oktober 1930 auf Grube Anna II. 270 M\u00e4nner und 1 Frau\u00a0 kommen bei dieser Katastrophe ums Lebens. Sie ist die zweitgr\u00f6\u00dfte im deutschen Bergbau \u00fcberhaupt. Auf vier Friedh\u00f6fen Alsdorfs und etlichen der Umgebung ruhen die Toten.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Zuzug von Menschen, die auf Anna Arbeit finden, f\u00fchrt in Alsdorf zu dem Wunsch, dass die umliegenden Orte und Siedlungen eingemeindet werden. Dieser Wunsch wird durch die kommunale Neugliederung vom 1. Oktober 1932 erf\u00fcllt. Kellersberg und Ofden (vorher Gemeinde Broich), Schaufenberg (vorher Gemeinde Siersdorf) und Neuweiler (vorher Gemeinde Baesweiler) werden eingemeindet. Die Einwohnerzahl w\u00e4chst von 11.500 auf 19.711. Bei dieser Einwohnerzahl entsteht nat\u00fcrlich der Wunsch, zur Stadt erhoben zu werden. Dieser Wunsch wird erst viel sp\u00e4ter, am 26. Februar 1950, realisiert. Alsdorf hat inzwischen rund 22.000 Einwohner und die Gro\u00dfgemeinde Hoengen 12.000.<\/p>\n<div id=\"attachment_24\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/07-karte_195X.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24\" class=\"size-full wp-image-24\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/07-karte_195X.jpg\" alt=\"Karte Alsdorf ca. 1950\" width=\"350\" height=\"280\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24\" class=\"wp-caption-text\">Karte Alsdorf ca. 1950<\/p><\/div>\n<p>Der Zweite Weltkrieg hatte wenig Sch\u00e4den in Alsdorf angerichtet. Nach dem Krieg war die Nachfrage nach dem Energietr\u00e4ger Steinkohle sehr gro\u00df. Das f\u00fchrte zur Steigerung der F\u00f6rderung, aber auch zur Erh\u00f6hung der Belegschaft. Das gilt besonders f\u00fcr Anna, weniger f\u00fcr Maria, das am 30. September 1962 stillgelegt wird. Viele Bergleute gehen nun zur Grube Emil-Mayrisch in Siersdorf, so dass die Dynamik zun\u00e4chst ungebrochen bleibt.<\/p>\n<p>Aber allm\u00e4hlich macht sich die Kohlenkrise bemerkbar. Die Bev\u00f6lkerungszahl stagniert und sinkt in manchen Jahren sogar. Alsdorf und Hoengen bem\u00fchen sich um die Ansiedlung neuer Gewerbe- und Industrieunternehmen, um der Bev\u00f6lkerung bei abnehmender Besch\u00e4ftigung auf den Gruben neue Arbeitspl\u00e4tze zu bieten. Au\u00dferdem w\u00e4chst die Zahl der Auspendler.<\/p>\n<p>Das Land NRW betreibt zu Beginn der 1970er Jahre eine umfassende kommunale Neugliederung. Es sollten &#8222;leistungsf\u00e4hige&#8220; Einheiten geschaffen werden. Die neuen Kommunen sollten eine Infrastruktur besitzen, die allen neuzeitlichen Anspr\u00fcchen z.B. auf den Gebieten von Schule, Kultur, Gesundheitsf\u00fcrsorge, Unterhaltung, Versorgung, Verwaltung usw. gerecht werden konnte.\u00a0 So entstand nach langwierigen Verhandlungen die neue Stadt Alsdorf aus der alten Stadt Alsdorf und der Gemeinde Hoengen sowie Bettendorf. Dazu kamen Gebietsteile aus den Gemeinden Bardenberg und Broichweiden, sowie unbewohnte Fl\u00e4chen aus den Gemeinden Kinzweiler und Oidtweiler. Die Einwohnerzahl betrug am 1. Januar 1972, dem Stichtag der Neuordnung, 48.996 Personen. Dazu steuerten Alsdorf \u00fcber 31.000, Hoengen \u00fcber 15.000 und die anderen Gebietsteile den Rest bei.<\/p>\n<div id=\"attachment_25\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/08-rathaus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-25\" class=\"size-full wp-image-25\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/08-rathaus.jpg\" alt=\"Alsdorfer Rathaus ca. 1970\" width=\"350\" height=\"237\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-25\" class=\"wp-caption-text\">Alsdorfer Rathaus ca. 1970<\/p><\/div>\n<p>Bund, Land und Stadt bem\u00fchten und bem\u00fchen sich intensiv um den Strukturwandel, nach dem endg\u00fcltigen Ende des Bergbaus 1992 mit besonderer Intensit\u00e4t. So konnte die Einwohnerzahl bei zun\u00e4chst sinkender Tendenz doch stets \u00fcber 46.000 Menschen gehalten werden. Dank neu erschlossener Baugebiete, u.a. auf dem\u00a0 ehemaligen Annagel\u00e4nde und dem\u00a0 Wohngebiet M\u00fcschekamp, steigt sie zur Zeit wieder an und betr\u00e4gt ca. 48.000 Personen, darunter sind mehr als 5.500 ausl\u00e4ndische Mitb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Im Jahre 2014 wurde das &#8222;Energeticon&#8220; er\u00f6ffnet. Es dokumentiert die Geschichte der Energie und gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Gewinnung fossiler Energie. Rund 150 Jahre lang wurde sie in Gestalt von Steinkohle in Alsdorf auf den Zechen Anna I und Anna II gewonnen. Dabei bleibt das &#8222;Energeticon&#8220; aber nicht stehen. Im zweiten Teil befasst sich die Ausstellung mit den regenerativen Energien und stellt sie anschaulich dar. Das &#8222;Energeticon&#8220; ist ein vorz\u00fcglicher au\u00dferschulischer Lernort. Ein Besuch des &#8222;Energeticons&#8220; (siehe auch unter <a title=\"Energeticon\" href=\"http:\/\/www.energeticon.de\" target=\"_blank\">http:\/\/www.energeticon.de<\/a>) lohnt sich jederzeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Rudolf Bast Die heutige Stadt Alsdorf ist ein sehr komplexes Gebilde aus recht unterschiedlichen Bestandteilen. Einerseits lag ein Teil der heutigen Stadt auf dem Gebiet des Herzogtums Limburg (sp\u00e4ter vereint mit Brabant als Ergebnis der Schlacht von Worringen im Jahre 1288), ein anderer auf dem Gebiet des Herzogtums J\u00fclich. 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