{"id":353,"date":"2017-04-18T08:56:52","date_gmt":"2017-04-18T08:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/?p=353"},"modified":"2017-04-18T09:00:29","modified_gmt":"2017-04-18T09:00:29","slug":"das-leben-und-das-wirken-des-reformators-luther","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/?p=353","title":{"rendered":"Das Leben und das Wirken des Reformators Luther"},"content":{"rendered":"<p>Von Joachim Peters<\/p>\n<p><strong>Das Leben und das Wirken des Reformators Luther nahegebracht<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_354\" style=\"width: 430px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Pfarrer_Schnapp_Leben_Wirken_Luther.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-354\" class=\"size-thumbnail wp-image-354\" src=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Pfarrer_Schnapp_Leben_Wirken_Luther-420x315.jpg\" alt=\"Pfarrer i.R. Paul Schnapp referierte im Alsdorfer Luthersaal\" width=\"420\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Pfarrer_Schnapp_Leben_Wirken_Luther-420x315.jpg 420w, https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Pfarrer_Schnapp_Leben_Wirken_Luther-744x558.jpg 744w, https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Pfarrer_Schnapp_Leben_Wirken_Luther-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-354\" class=\"wp-caption-text\">Pfarrer i.R. Paul Schnapp referierte im Alsdorfer Luthersaal<br \/>\u00fcber die Anf\u00e4nge einer Epochenwende<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber 20 Mitglieder des Alsdorfer Geschichtsvereins begaben sich mit Pfarrer im Ruhestand Paul Schnapp im Luthersaal der evangelischen Martin-Luther-Kirche auf eine Entdeckungsreise durch das Leben und Wirken des Reformators Martin Luther.<\/p>\n<p>Es war der Beginn einer Vortrags- und Exkursionsreihe des Alsdorfer Geschichtsvereins, den dieser den Mitgliedern und historisch Interessierten anl\u00e4sslich der 500-J\u00e4hrigen Wiederkehr des Beginns der Reformation (31.10.1517) anbietet.<\/p>\n<p>Damals soll Doctor Martinus Luther seine 95 Thesen wider den Ablasshandel der Katholischen Kirche an die Schlosskirche von Wittenberg genagelt haben. Wenn dem auch wahrscheinlich so nicht gewesen sei, so Schnapp, habe Luther aber mit dieser Schrift in Kirche und Gelehrtenwelt eine religi\u00f6se und wissenschaftliche Disputation ansto\u00dfen wollen &#8211; was ja auch beeindruckend gelang. Paul Schnapp lie\u00df Wirken und Folgen der Lutherschen Tat anhand von Bildern &#8211; der Pfarrer besuchte in den letzten Jahren Originalschaupl\u00e4tze der beginnenden Reformation &#8211; Revue passieren.<\/p>\n<p>Wichtige Stationen bildeten dabei die Jahre 1520 und 1521. Am 15. Juni 1520 erfolgte die Verabschiedung der Bannandrohungsbulle Papst Leos X. als Antwort auf die 95 Thesen. Im gleichen Jahr begann die Freundschaft zwischen Luther und dem Hofmaler und Wittenberger Gro\u00dfunternehmer Lucas Cranach dem \u00c4lteren. 1520 bildete auch den H\u00f6hepunkt von Luthers reformatorischer Publizistik, darunter &#8222;Von der Freiheit eines Christenmenschen&#8220;, &#8222;An den christlichen Adel Deutscher Nation&#8220; und &#8222;Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche&#8220;. Mit der Verbrennung der Bannandrohungsbulle durch Luther vor dem Wittenberger Elstertor erreichte die Eskalation zwischen Papstkirche und der sich formierenden Reformation eine neue Stufe.<\/p>\n<p><strong>Dann vielleicht eine zweite Geburtsstunde der Reformation:<\/strong><br \/>\nLuther verteidigt am 17. und 18. April 1521 auf dem Reichstag in Worms seine Schriften und verweigert den geforderten Widerruf (&#8222;Hier stehe ich, so wahr mit Gott helfe&#8220; und wohl nicht &#8222;Hier stehe ich, ich kann nicht anders&#8220;). Auf der R\u00fcckreise entf\u00fchrt Luthers Besch\u00fctzer und Vertreter von F\u00fcrstenmacht gegen Kaiserherrschaft, Kurf\u00fcrst Friedrich der Weise von Sachsen, den in Acht und Bann getanen Reformator: Luther \u00fcbersetzt auf der Wartburg das Neue Testament in die deutsche Sprache. Pfarrer Schnapp ging in seinem Vortrag u.a. auch auf die<br \/>\npolitische Dimension der Reformation (Stichwort: &#8222;Thomas M\u00fcntzer und die Bauernkriege&#8220;) und wichtige andere Zweige der Reformation (Stichwort: &#8222;Zwingli und die Abendmahllehre&#8220;, &#8222;Calvinismus&#8220;) ein. Das Leben Luthers rundete sich (zuf\u00e4llig, bewusst?) dort, wo es 1483 auch begonnen hatte: 1546 in Eisleben. So erlebte er nicht mehr die anf\u00e4ngliche milit\u00e4rische Niederlage der Reformierten (1547 Zerschlagung des<br \/>\nSchmalkaldischen Bundes, der protestantischen Liga, nach der Schlacht bei M\u00fchlberg), aber auch nicht den ersten gro\u00dfen diplomatischen Erfolg seiner mit gro\u00dfer Verve verfochtenen Sache: den Religionsfrieden beim Augsburger Reichstag am 25. September 1555.<br \/>\nDamals wurden die Katholiken und lutherischen Protestanten durch die kaiserliche Anerkennung (Karl V) des Augsburger Bekenntnisses von 1530 gleichgestellt. Dazu eine Anmerkung: Die Gleichstellung der reformierten Protestanten erfolgte erst 1648 im Westf\u00e4lischen Frieden. (jope)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Joachim Peters Das Leben und das Wirken des Reformators Luther nahegebracht &nbsp; \u00dcber 20 Mitglieder des Alsdorfer Geschichtsvereins begaben sich mit Pfarrer im Ruhestand Paul Schnapp im Luthersaal der evangelischen Martin-Luther-Kirche auf eine Entdeckungsreise durch das Leben und Wirken des Reformators Martin Luther. Es war der Beginn einer Vortrags- und Exkursionsreihe des Alsdorfer Geschichtsvereins, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":354,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-353","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","has_thumb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=353"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/353\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":361,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/353\/revisions\/361"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alsdorfer-geschichtsverein.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}